Cimetiere Marin

wpid-wp-1437764494923.jpegBei unserem ersten Besuch standen dort einige ältere Männer in Uniform herum, außerdem ist an der Außenmauer ein Schild ”Commonwealth Graveyard“ angebracht. Ich war deshalb davon ausgegegangen, dass es sich um einen Friedhof mit Soldatengräbern handelt. Das ist jedoch nicht der Fall, vielmehr liegen hier einige mehr oder minder bekannte Künstlergebeine, unter anderem auch Georges Braque. Vorher hatte er die Zeit genutzt, den Kubismus mit zu erfinden und ein Fenster der Friedhofskirche zu gestalten.

Fenster Friedhofskirche Varengeville-sur-Mer, Georges Braque

Fenster Friedhofskirche Varengeville-sur-Mer, Georges Braque

Von frischen Fischen und ehrlichen Mitmenschen

Gestern hatten wir einen Fischstand in unserem Ferienörtchen entdeckt und Makrelen mitgenommen. Seitdem wir in Norwegen waren und fangfrische Makrelen gegessen haben, bin ich etwas verwöhnt, was diese besonders leicht verderblichen Fische angeht. Deshalb kaufe ich sie nur noch, wenn ich sicher sein kann, dass sie in einem ähnlich frischen Zustand sind, wie damals. Gestern war es also mal wieder so weit und sie schmeckten wunderbar.

Heute morgen also wieder zum Stand, um zu sehen was dem Fischer heute ins Netz gegangen ist. Neben Knurrhahn, kleinen Haien und ein, zwei anderen Arten  die ich nicht kannte, waren auch allerliebste Schollen und ein Steinbutt anwesend.
Steinbutt hatte ich noch nie zubereitet, also musste er dran glauben, zwei Schollen mussten auch noch mit. Obwohl ausgenommen, hat der Butt auf der Rückfahrt in der Kühltasche noch ein paar Lebenszeichen von sich gegeben, so viel zur Frische.

Abends gab es ihn dann mit Tomaten, Thymian, Knoblauch aus dem Ofen zusammen mit Pasta.

Aber seht selbst.

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An der Stelle muss ich mich leider selbst loben (auch weil hier sonst keiner etwas schreiben darf), das Essen war hervorragend und in dieser Küche nicht ganz einfach zuzubereiten.

Und noch ein paar Worte zu meiner inkonsequenten Haltung als pragmatischem Vegetarier bzw. Pesketarier. Wenn man sieht, mit wieviel Aufwand hier vor Ort Fische gefangen werden und wieviele Leute damit beschäftigt sind bzw. davon leben, dann ist das definitiv nicht massentauglich und nicht verantwortlich für die Überfischung. Das gilt sicher nicht für den Großteil der Fische, die ich sonst so zu mir nehme, aber hier zumindest habe ich zumindest aus Gründen der Tierindustrialisierung kein schlechtes Gewissen.

Tagsüber waren wir übrigens in Dieppe auf sight seeing tour. Einmal quer durch die Altstadt und zurück bei sehr unterschiedlichem Wetter. Luna hatte ebenfalls ihren Spaß dabei. Als eine Katze ihr buchstäblich vor der Nase herumgetanzt ist, hat sie kurzzeitig die Fassung verloren und sich sehr echauffiert.
Gegen Mittag haben wir uns dann ein kleines Cafe gesucht. Vor der Bestellung ist mir aufgefallen, dass meine Brieftasche nicht an ihrem gewohnten Platz war.
Nach kurzer Überlegung war klar, bei welchen Gelegenheiten sie mir verlustig hatte gehen können: beim Besuch der Burg. Wir uns also aufgemacht und getrennt die in Frage kommenden Orte begangen, ohne Erfolg. Zuletzt habe ich das dortige Museum aufgesucht in der Hoffnung jemand hätte den Verlust entdeckt und die Brieftasche dort abgegeben.
Noch bevor ich dort an der Reihe war wurde ich begrüßt und nach meinem Namen gefragt. Da ich nicht davon ausgegangen bin, dass man mich hier kennen würde, war die Sache schnell klar. Vielen Dank an den ehrlichen und anonymen Finder.

Stau, Regen, Stau, Regen,…

oder Ankunft in Pourville sur Mer.

Wir haben schon bei leichtem Nieselregen unsere Sachen in Belgien gepackt, aber auf der Fahrt regnete es dann immer wieder richtig. Zusammen mit mehreren Staus, beginnend mit dem ersten kurz vor der französischen Grenze und endend mit dem letzten bei der Autobahnausfahrt nach Dieppe,war der zweite Teil der Anreise anstrengender als der erste, weit längere.

Unserer Unterkunft muss ich noch mindestens einen eigenen, wenn nicht weitere Artikel widmen. Deshalb jetzt nicht mehr.

Heute erstmal nur ein Foto aus unserem Schlafzimmer.

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Das Wetter ist noch ein wenig traurig, aber man sieht La Mer, das ist die Hauptsache.

Morgen gehen wir den Fragen nach, wo der Einheimische seinen Wein und seinen Fisch einkauft.

Nicht klären konnten wir heute wo der Genter frühstücken geht und warum ich immer wieder auf Starbucks reinfalle.

Gent

Wir verbringen auf der Fahrt nach Dieppe die Nacht von Sonntag auf Montag in Gent. So können wir am Montag ganz gemütlich die letzten Kilometer fahren ohne in den nordrhein-westfälischen Berufsverkehr zu geraten.
Als wir am Nachmittag in unserem Hotel ankommen werden wir sehr freundlich aufgenommen und gleich mit allem Wissenswerten über die Stadt versorgt. Dabei erfahren wir, dass derzeit in der gesamten Altstadt ein Festival tobt.

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Und in der Tat wurde uns nicht zu viel versprochen. Überall wird Musik gemacht und die Straßen sind voller Menschen.
Ein sehr schöner Urlaubsanfang.