Die Spannung steigt, wenn die Spannung fällt

Beim zweiten Mal lief alles nach Plan. Dachten wir. Dachten wir, genau solange bis wir im vollgepackten Auto saßen und der Anlasser nur ein Tack, Tack, Tack von sich gab…

So weit kamen wir beim ersten Mal gar nicht. Den Kurzurlaub in Wismar, direkt nach Weihnachten, hatten wir schon einige Tage vor der geplanten Abreise storniert. Das Wetter deutete damals nicht darauf, dass irgendwelche Aktivitäten im Freien stattfinden könnten.

Heute und für die kommenden Tage war hingegen strahlender Sonnenschein angesagt, in den Nächten nochmal knackig kalt, aber das störte uns nicht. Dachten wir. Dachten wir, genauso solange bis wir im vollgepackten… . Ich wiederhole mich.

Wie sich nach 60 minütiger Wartezeit auf den Pannenhelfer rausstellte, hatte die knackige Kälte der Autobatterie so zugesetzt, dass ohne fremde Hilfe kein Fortkommen war. Der Verdacht auf Marderschaden war vom Tisch, als der Motor am Kabel hing und sauber ansprang.

Jetzt warten wir auf den Tag der Rückreise, ob die Batterie sich wieder erholt hat oder wieder vor den kalten Nächten in die Knie geht.

Die Spannung steigt, ob die Spannung hält.

Der letzte Streich

Der Estrich ist über Nacht gut getrocknet, das Parkett wurde bereits angeliefert. Zeit für unsere letzte Aufgabe. Streichen.

Die Holzbalken sind bereits professionel umwickelt, so dass es als erstes der Decke an die Tapete geht. Moritz als Fachmann fürs Detail streicht die Ecken und Kanten vor. Ich folge mit der großen Walze.

Moritz

Mensch, ist der Junge groß geworden.

Bis zum MIttag haben wir tatsächlich die Decke komplett gestrichen.

Wohnzimmerdecke

In der Zwischenzeit haben Katrin und Luise eingekauft und gekocht. Fotos waren leider unerwünscht. Deshalb nur soviel, Luise hat sehr gut gekocht, selbst Moritz war begeistert.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter, um das verbleibende Tageslicht nutzen zu können. Es wird parallel abmontiert, abgeklebt, vorgestrichen usw. Mit vereinten Kräften schaffen wir es tatsächlich, alle Wände zu streichen. Das war mehr, als ich zu hoffen wagte. Damit haben wir in ca. 5h das Wohnzimmer gestrichen, ungefähr so lange haben wir auch für das Abkleben der Holzbalken benötigt.

Damit haben wir unser Soll erfüllt und warten nun ungeduldig auf Montag und das Verlegen des Parketts.

 

Estrich vorbereiten

Beim Einzug war der Estrich das größte Malheur. Der Estrichleger war die einzige Fehlbesetzung unter allen Gewerken. Nur unter Androhung die Zahlung zu verweigern, hat er sich dazu hinreissen lassen, die gröbsten Mängel zu beseitigen. Da Teppich deutlich anspruchsloser ist, wussten wir nicht, ob und inwieweit der Estrich im jetzigen Zustand für  Parkett geeignet ist. Auch die Begutachtung durch einen Fachmann brachte nicht die erhoffte Sicherheit.

Bei der heutigen Vorbereitung deshalb auf das Schlimmste gefasst, hat sich unsere Sorge als unbegründet erwiesen. Die wenigen Unebenheiten mussten nicht, wie befürchtet geschliffen werden, sondern konnten mit der Ausgleichsmasse nivelliert werden.

Nun wird rund 5 Stunden gewartet, bis die Spachtelmasse getrocknet ist. Anschliessend können die Vorbereitungen für das Streichen der Decke fortgesetzt werden.

 

Zeitungskause

Kause

Damit die Zeitungen während der Renovierung keinen Schaden nehmen, oftmals werden sie achtlos irgendwo als Unterlage verwendet oder gar zum Schutz gegen Farbspritzer mißbraucht, haben wir sie vorsichtig an die Decke gehängt. So bleiben sie glatt und hoffentlich gut lesbar, wenn morgen der Estrich für das Parkett vorbereitet wird.

Das Sofa liess sich leider nicht so leicht bewegen und blieb am Boden haften.

 

Gestern war für Grobmotoriker

Nachdem gestern der Teppich rausgerissen wurde, war heute die Arbeit im Detail angesagt. Die Fugen der Holzbalken zur Decke hätten schon beim Einzug sauber mit Acryl geschlossen werden müssen. Damals war leider nicht die Zeit dafür, weshalb jeder Blick zur Decke diesen Schönheitsfehler offenbarte.

Bei ca. 120 laufenden Metern gleicht das einer Strafarbeit, die heute zwar begonnen, aber nicht abgeschlossen werden konnte.

 

vorher

so sah es 9 Jahre lang aus

nachher

Der Anblick entschädigt für die mühevolle Kleinarbeit

Die Idee

ist ganz einfach. Beim Einzug in unser jetziges Domizil war die Kasse klamm, es wurde gespart, wo es ging. Zum Beispiel am Teppichboden. Nach rund 9 Jahren ist der Teppich mehr als nur abgelaufen, Details später. Jetzt wird er durch Parkett ersetzt, Amerikanische Kirsche, um genau zu sein. Bei der Gelegenheit wird natürlich gleich frisch gestrichen. So die Idee.Wohnzimmer

 

Letzter Tag

Munch. Zu viel Kultur hatten wir bisher nicht konsumiert. Wieder einmal wurde Regenwetter versprochen, also war nochmal Museum angesagt. Trotzdem das Wetter nicht hielt, was es versprach, war das ein sehr lohnenswerter Besuch.
Wer von Edvard Munch nur „Der Schrei“ kennt, dem sei erstens gesagt, das Bild im Munch – Museum, im übrigen eines von mehreren, ist schöner als es die bekannten Reproduktionen sind und zweitens der Mann wäre vermutlich nicht so berühmt geworden, hätte er nicht noch ein paar weitere, sehr schöne Gemälde geschaffen, die ebenfalls wert sind, angesehen zu werden.